Erschaffe dir Schutz und Geborgenheit in deinem Zuhause

Das Bild mit den liebevollen Wichteln symbolisiert, wie wichtig Schutz und Geborgenheit sind, um uns Zuhause wohlfühlen zu können

Wenn dich jemand fragt, was du brauchst, um dich so richtig wohl in deinem Zuhause zu fühlen, was ist deine Antwort? Bei mir stehen Schutz und Geborgenheit an oberster Stelle. Als HSP (high sensible person) brauche ich einen geschützten Ort, an dem ich mich jederzeit zurückziehen und entspannen kann. Einen Ort, an dem ich mich sicher fühle, damit ich loslassen und die Seele baumeln lassen kann.

Wärme, Schutz, Behaglichkeit, Sicherheit… gerade bei den zur Zeit trüben regennassen Tagen ist es wichtig, dass wir uns in unserem Zuhause eine geborgene Atmosphäre erschaffen. Vielleicht findest du hier ein paar passende Anregungen für dich:

Sichtschutz

Gegenüber von meinem besten Freund haben sie ein mehrstöckiges Wohngebäude hochgezogen. Es gibt keine einzelnen kleinen Fenster, nur riesige Glasfronten, die das Gebäude wie ein überdimensionales Aquarium erscheinen lassen. Ich frage mich, ob sich die Menschen darin wohlfühlen. Sicher, sie haben viel Licht, aber jeder der will, kann sie beim Wohnen beobachten. Sogar beim Popeln in der Nase…

Ein Albtraum für jede feinfühlige Person! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mich nicht entspannen kann, wenn ich das Gefühl habe, in meinem Zuhause beobachtet zu werden. Meine wahrnehmenden Antennen sind in Dauerbereitschaft. Ich kann mich nicht fallenlassen und innerlich ausbreiten, weil ich das Gefühl habe, keinen Schutzraum zu haben. Das nagt an der Konzentration und macht mich auf Dauer furchtbar nervös.

Wie wohnst du? Wie ist der Sichtschutz auf deine Wohnung, Terrasse, Wintergarten? Natürlich brauchst du nicht alles zu verbarrikadieren, das meine ich gar nicht. Vielleicht stört es dich auch gar nicht, Einblicke zu geben. Aber wenn du das Gefühl hast, ein Ausstellungsobjekt zu sein oder dauernd von Nachbarn beobachtet zu werden, kann ein geeigneter Sichtschutz helfen, deine Nerven zu beruhigen.

Auch deinem Grundstück kannst du durch Sichtschutz und Grenzen mehr Geborgenheit geben. Wobei ich immer für lebendige Grenzen bin, wie Bäume, Hecken oder Natursteinmauern. Gabionen und Eisenzäune mit eingeflochtenem Plastik wirken auf mich sehr leblos und abweisend. Aber das ist natürlich mein persönlicher Geschmack. Wobei Eisen tatsächlich die Eigenschaft hat, den Energiefluss zu unterbrechen. Bei einem Eisenzaun kann die Energie von deinem Grundstück nicht nach Außen gelangen, genauso wenig wie umgekehrt (was du natürlich auch als gewollten Effekt nutzen kannst).

Ein geschützter Rücken oder „energetischer Durchzug“?

Davon hast du sicherlich schon gehört: Allein aus psychologischer Sicht ist es wichtig, am Arbeitsplatz eine stabile Wand im Rücken zu haben. Sitzen wir mit dem Rücken zur Tür oder zum Fenster, fühlen wir uns unbewusst ungeschützt, denn wir können nicht sehen, wer wann zur Tür hereinkommt.

Schau einmal, wo du dich in deiner Wohnung viel aufhältst: am Schreibtisch, im Fernsehsessel, am Küchentisch, … Hast du die Tür und das Fenster im Blick? Oder sitzt du mit dem Rücken zur Tür oder zum Fenster? Wie geht es dir, wenn du das änderst? Fühlst du dich ruhiger, geborgener?

Nach der Lehre des Feng Shui tritt die Lebensenergie, das Chi, durch alle Öffnungen in der Wohnung ein und aus. Durch Fenster, Türen, ja sogar Abflüsse wie die offene Toilettenschüssel :-).

Wenn wir unseren Schlaf- oder Arbeitsplatz zwischen Fenster und Tür liegen haben, sind wir also einem ständigen „Energie-Durchzug“ ausgesetzt. Das kann auf Dauer nervös machen und an den Kräften zehren.

Ich kann davon ein Lied singen! In einer früheren Wohnung hatte ich meinen Arbeitsplatz zwischen Tür und Fenster liegen. Die Aufteilung des Raums ließ nichts anderes zu. Ich wunderte mich, dass meine Konzentration immer mehr nachließ und meine Nerven zum Schluss ziemlich blank lagen. Als ich begann, mich mit dem Thema Geomantie und Feng Shui zu beschäftigen, wurde mir klar, was los war!

Für mehr Sicherheit und Geborgenheit kannst du dafür sorgen, dass dein Bett oder Schreibtisch in einer geschützten Ecke steht. Sollte das nicht möglich sein, könntest du beispielsweise einen Paravent dazwischen setzen oder einen lichtdurchlässigen Raumtrenner. Probiere für dich aus, was für dich am besten passt.

Eingangstür

Die Eingangstür spielt eine Schlüsselrolle für unser Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit – denn hier können wir entscheiden, wen oder was wir in unsere Wohnung hineinlassen wollen.

Um ungebetene Gäste oder Energien fernzuhalten, könntest du „Wächter“ aufstellen – beispielsweise Figuren von Drachen oder Engeln, auch stachelige hochgewachsene Pflanzen wie Rosenbäumchen wirken sehr gut. Bei mir ist es der Froschkönig mit goldener Kugel :-). Wichtig ist, dass du deinen Wächtern bewusst die Aufgabe zuteilst, für Schutz zu sorgen!

Visualisiere dir im Türrahmen ein leuchtendes Netz, an dem alle dunklen und negativen Energien kleben bleiben und nur die Energien in deine Wohnung kommen können, die du auch wirklich Zuhause willkommen heißen möchtest.

Was auch sehr gut wirkt, den Tipp habe ich von meiner Oma: Sie betet regelmäßig zum Erzengel Michael, dass er das Haus behütet und beschützt. Du kannst seine Wächterengel vor deiner Eingangstür und vor jedem Fenster postieren. Das funktioniert auch bei deinem Auto!

Wärme und Beleuchtung

Nichts bringt so viel Wärme und Geborgenheit wie ein heimeliges Herd- oder Kaminfeuer. Diese echte, elementare Kraft dringt bis ins Innerste vor und wärmt die Seele.

Wenn du einen Kamin hast, freue dich! Früher etwas Selbstverständliches, gehört es heute schon wieder zum Luxus. Das Herdfeuer stellte noch bis vor ein paar Jahrzehnten in den meisten Haushalten das Herz des Hauses dar. Und auch meine jetzige Wohnung hat mir vor meinem inneren Auge einen Holzofen zum Kochen gezeigt, als ich eingezogen bin. Das ist leider bei mir nicht möglich, also haben wir uns auf symbolische Alternativen geeinigt :-).

Du kannst geborgenheitgebende Wärme aber auch anders erzeugen: Mach es wie die Dänen und praktiziere Hygge – das ist ein Lebensgefühl, das sich Gemütlichkeit und Gemeinschaft zur Grundlage kalter dunkler Tage macht. Flauschige Decken und Wollsachen, wärmender Tee, Kerzenschein, Kuscheln, gemeinsames Kochen mit Freunden … das wärmt nicht nur den Körper, sondern auch das Herz.

Um eine geborgene Atmosphäre zu erschaffen, achte auf die Beleuchtung. Spotlights und Tageslichtlampen machen Sinn, wenn du an etwas arbeitest und viel Licht dafür brauchst. Möchtest du dich aber entspannen und geborgen fühlen, empfehle ich dir weichere Lichtquellen. Meine persönlichen Favoriten sind Lichterketten, Salzkristall-Leuchten, Orientalische Lampen, Stehlampen oder Wandlampen, die ihr Licht zur Decke werfen und daher nicht blenden… und natürlich Kerzen!

Rituale

Kinder lieben Einschlafrituale, weil sie einen Pfad der Geborgenheit in das Land der Träume bilden.

Das wirkt auch bei uns im Erwachsenenalter: Mit Ritualen können wir uns Inseln der Ruhe und Entspannung erschaffen.

Ab einem gewissen Punkt abends schließe ich den Tag ab, mache es mir in meiner Traumecke gemütlich, zünde eine Kerze an und atme ein paar Minuten, um im Abend anzukommen. Ich fühle in mich hinein, ob es etwas gibt, das mich noch vom Tag beschäftigt, ziehe vielleicht Karten dazu. Wenn ich in der Stimmung bin, mache ich mir Musik an, lese etwas, koche mir einen Tee … oder ich spiele etwas auf meiner Harfe. Im Sommer sitze ich gerne draußen auf meiner Terrasse bis es dunkel ist, lausche, wie es immer stiller wird und lasse die magische Abendstimmung auf mich wirken.

Diese Ich-Zeit ist saugemütlich und bedeutet für mich absolute Geborgenheit. Ich liebe die Stille abends hier auf dem Land und genieße diese Augenblicke voller Schönheit.

Hast du auch schon solche Rituale, die dir Geborgenheit schenken? Wenn nicht, vielleicht magst du dir überlegen, was für dich Geborgenheit bedeutet? Du könntest auch Rituale mit deinem Partner oder deiner Familie erschaffen, denn Gemeinschaft an sich kann schon für Sicherheit und Geborgenheit sorgen.

Einrichtung

Was gibt dir ein absolutes Gefühl von Geborgenheit? Welche Möbel, Pflanzen, Dekogegenstände, Farben und Böden helfen dir, dich sicher und geborgen zu fühlen?

Bei mir sind es beispielsweise Bücher! Bin ich von vielen Büchern umgeben, fühle ich mich pudelwohl. Alles was mit Wolle zu tun hat – allein der Geruch von Schafswolle schenkt mir ein Gefühl von Zuhause-Sein. Ein warmer Teppich. Ein Baldachin über meinem Bett. Erdige, warme Farben.

Mache dir eine Liste und spür in dich und deine Wohnung hinein, was du davon vielleicht umsetzen möchtest. Eine liebevolle Verbindung mit deiner Wohnung kann dir zusätzlich Geborgenheit und Energie schenken.

 

Wie erschaffst du dir ein Gefühl von Geborgenheit? Hast du wertvolle Anregungen, die du mit uns teilen willst? Ich freue mich von dir zu lesen!

Alles Liebe,

Carina

 

Beitragsbild: pixabay

 

Über Carina Harbich

Liebt ihre Berufung als geomantische Haus- und Gartenberaterin. Ihre Schwerpunkte sind "Kraftvoll Wohnen", "Magischer Leben" und "Hochsensibel Glücklich"

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